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21.09.2017 | letzte Aktualisierung: 24.04.2017 |

 
Erziehungstipps

Gemeinsam Neues lernen

Geben wir uns keinen Illusionen hin. Selbst wenn wir aus Uberzeugung gegen die Anwendung von Gewalt in der Erziehung sind, wird es uns gelegentlich passieren, daß wir falsch reagieren. Wir werden unseren Hund, unsere Kinder, unseren Partner anbrüllen, weil wir unter Streß stehen. Wir werden in Krisensituationen vielleicht sogar die Beherrschung verlieren und zuschlagen, obwohl es uns im gleichen Moment schon leid tut. Das ist eine Tatsache, die wir akzeptieren müssen.

Bringen Sie Ihrem Hund ein neues Spiel bei, irgendeine völlig sinnlose Ubung wie Totstellen oder auf einem Baumstumpf Männchen machen. Je alberner die Ubung, desto geringer der Erfolgszwang, da Sie keinerlei Bedürfnis verspüren werden, die neue Fertigkeit vorzuführen. Uben Sie ohne Ablenkung und ohne Zuschauer. Sie verhindern die Konzentration und machen befangen. Uben Sie nur, wenn Sie gut gelaunt und entspannt sind; wenn`s nicht klappt überlegen Sie sorgfältig, wo der Fehler steckt, und probieren Sie beim nächsten Mal eine verbesserte Variante. Das Ziel ist nicht das neue Kunststück, das Ziel ist die Verbesserung Ihrer Fähigkeit, sich mit Ihrem Hund zu verständigen und dabei Spaß zu haben.

Ein besserer und freudiger Gehorsam und dessen Anerkennung durch andere, sind Beiprodukte, die sich im Laufe der Zeit fast unbemerkt einstellen.

Probieren Sie es einfach aus. Auch wenn Ihr Hund schon alle wesentlichen Dinge beherrscht oder bereits zu den älteren Semestern zählt. Gemeinsam etwas Neues zu lernen, verbessert die Beziehung zueinander, trainiert das Gehirn und wirkt der Langeweile und Vergreisung entgegen — bei Mensch und Hund.

Wann Erziehung beginnt

Sie haben also Ihr neues Familienmitglied glücklich nach Hause gebracht. Sie haben es bei Ihrem Tierarzt vorgestellt, um sicherzugehen, daß es gesund ist, und Sie haben sicherlich schon einige gute Ratschläge bekommen, was seine Pflege und Fütterung angeht. Nun stellt sich die entscheidende Frage:
"Wann beginnen wir mit der Erziehung?" Jetzt gleich? In ein paar Tagen, wenn der Welpe sich etwas eingewöhnt hat? Mit sechs Monaten? Oder erst mit einem Jahr?

Der Magen stellt sich darauf ein, wichtige Bakterien haben nichts mehr zu tun und werden nicht mehr benötigt – viele von denen sind aber nicht nur nötig zum verdauen – sie haben auch andere Bedeutungen. Die Gesundheitsfeuerwehr des Magen und Darm wird frühzeitig in den Ruhestand geschickt und unerwünschte Bakterien und Krankheiten haben ein leichtes Spiel. Wir alle kennen das Bild des Schreckens – ein Hund bekommt ein Stück Fleisch oder einen Knochen und sofort hat er Durchfall oder erbricht .............. ist das wirklich normal und ist es der richtige Weg ihn dann noch auf ein "vermutlich richtig teures" Diätfutter umzustellen – auf der Basis der "wissenschaftlichen Erkenntnis". Wessen wissenschaftliche Erkenntnis ? Die der Futtermittelkonzerne ?

Egal für welche Antwort Sie sich entscheiden, sie sind alle falsch. Sie haben längst begonnen, Ihren Welpen zu erziehen. Ihre Beziehung zu dem Hund und damit auch seine Erziehung hat in dem Augenblick begonnen, als Sie ihn übernommen haben. Seit diesem ersten Augenblick beobachtet er Sie, die Familie, seine gesamte neue Umgebung — und er lernt. Ständig und rasend schnell, auch wenn es zunächst vielleicht gar nicht auf-fällt. Er lernt leicht und spiele-risch. Sein Gehirn ist noch dabei, sich zu entwickeln. Nerven-zellen entstehen und wachsen zusammen. Es entsteht ein immer dichteres Netz untereinander verknüpfter Nervenfasern. Die Anzahl der Verknüpfungen ist abhängig von der Anzahl und Vielfalt an Sinneseindrücken, die der Welpe in dieser Zeit verarbeitet. Wächst er in einer isolierten, reizarmen Umgebung auf, ohne Kontakt zu anderen Menschen und Artgenossen, ohne die Möglichkeit viele verschiedene Dinge zu sehen, zu riechen, zu hören und zu erkunden, dann kann sein Gehirn sich nicht optimal entwickeln. Im Spiel lernt der Welpe nicht nur seine Bewegungskoordination zu verbessern und sein Sozial-verhalten weiterzuentwickeln, im Spiel lernt er vor allem auch zu lernen. Er trainiert nicht nur seine Muskeln, sondern auch sein Gehirn. Je mehr Sie sich mit ihm beschäftigen, je mehr Abwechslung und Anregung Sie ihm bieten, je mehr Sie ihn lehren, desto leichter und schneller wird er lernen. Ihre Fähigkeit, sich mit ihm zu verständigen wird wachsen, und gleichzeitig wird Ihre Beziehung zueinander immer enger werden. Voraussetzung für diese Art der Erziehung ist, daß der Hund unser Leben wirklich teilt. Daß er täglich viele Stunden mit uns zusammen ist, und so die Chance hat, mit uns eine Beziehung aufzubauen. Ob wir diese gemischte Gruppe aus Menschen und Hunden "Rudel" nennen oder "Familie", ist Geschmackssache und bleibt sich letztendlich gleich. Entscheidend ist nur, daß der Hund, als ein soziales Lebewesen, solch eine Gruppe braucht, um ein artgerechtes Leben zu führen. Wenn wir ihm schon die Möglichkeit nehmen, in einer natürlichen Rudelgemeinschaft mit anderen Hunden zu leben, dann müssen wir zumindest für menschlichen "Ersatz" sorgen.


Ein Deutsches Gesetz schreibt vor, daß zum Tag des Verfalls (also nach 24 Monaten) genau die Inhaltsstoffe enthalten sein müssen , die auf der Verpackung aufgedruckt sind.

Das Überlebensprinzip

Verhalten steht immer im Dienst des Uberlebens. Alles, was die Uberlebenschancen eines Individuums bzw. seiner Nachkommen und somit letztendlich der Art beeinträchtigt, muß vermieden werden. Wenn ich dem Hund im täglichen Zusammenleben oder im Rahmen von Erziehungs-/Dressurmaßnahmen Angst, Schmerzen oder körperliche Schäden zufüge, zerstöre ich jegliche Basis für eine vertrauensvolle Beziehung. Bestenfalls erhalte ich damit einen Hund, der "funktioniert" und sich unterordnet, um weiteren Schaden zu vermeiden. Schlimmstenfalls bricht der Hund mit einer Angstneurose zusammen und verwandelt sich in ein schlotterndes Häufchen EIönd, oder er gewöhnt sich an die Angst und die Schmerzen und nutzt eines Tages die Gelegenheit seinerseits anzugreifen und Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Nicht aus Rachsucht oder um irgenwelcher moralischer Prinzipien willen, sondern weil wir ihn psychisch zerstört haben.

Nehmen wir uns einmal den Begriff Konservierungsstoff ein wenig genauer unter die Lupe!Es ist ein geschützter Begriff – wo genau festgelegt wurde was darunter fällt und demzufolge erwähnt werden müsste. Was nicht unter diese Begriffserläuterung fällt – braucht auch nicht erwähnt zu werden ......."Ohne Konservierungsstoffe" – verstehen Sie ?!

Die meisten Tiere und Menschen, die wir mit diesem System aus Drohung und Strafe erziehen und kontrollieren, werden mit weniger massiven Schäden überleben. Etwa 85 Prozent bilden die Gruppe der "Funktionierenden". Diese "Erfolgsbilanz" garantierte bisher das Weiterbestehen der erprobten Erziehungsmethoden. Wenn eine industrielle Fertigungsmethode 15 Prozent Ausschuß produziert, wird man über Möglichkeiten der Verbesserung oder über ganz neue Methoden nachdenken, um den Erfolg zu optimieren. Sollten unsere Ansprüche nicht noch viel höher sein, wenn es nicht um Bolzen und Schrauben. sondern um Lebewesen geht?